Indikationen zur Antirefluxchirurgie

Der Mehrzahl an Refluxpatienten kann ohne Zweifel mit einer adäquaten medikamentösen Therapie geholfen werden und bedürfen keiner chirurgischen Behandlung. Die Indikation zur Antirefluxchirurgie, unabhängig ob offen oder laparoskopisch durchgeführt, ist gegeben bei:

1.
Patienten mit einem mechanisch insuffizienten unteren Ösophagussphinkter (Druck < 6 mmHg);
2.
Patienten, die nicht auf eine medikamentöse Therapie ansprechen;
3.
Patienten mit einem progressiven Erkrankungsverlauf unter dosissteigernder PPI-Therapie;
4.
jungen Patienten, die eine lebenslange und kostenintensive medikamentöse Therapie benötigen;
5.
Patienten, die schwere Komplikationen (ösophageale Strikturen, Ulcera, Barrett Ösophagus, pulmonale Symptome) der Refluxerkrankung trotz adäquater Therapie entwickeln;
6.
Patienten mit respiratorischen Symptomen, wie Aspiration, Reflux assoziiertes Asthma (RAA), wiederkehrende Pneumonien und chronische Laryngitis;
7.
Patienten mit großen Hiatushernien.

Kontraindikationen stellen dyspeptische Beschwerden ohne funktionellen Nachweis der Refluxkrankheit dar. Vorsicht ist ebenfalls geboten bei Patienten mit ausgeprägter Störung der Bodymotilität, wie bei der Sklerodermie oder auch Diabetes. Grundlage für jegliches chirurgische Vorgehen ist daher eine entsprechende Funktionsdiagnostik und Abklärung.