Ergebnisse

1. Intraoperative Komplikationen, Konversionsrate, postoperative Morbidität und Mortalität

In einer Übersichtsarbeit von Perdikis et al., welche die Ergebnisse von 2453 Patienten zusammenfaßt, kam es in 2% zur Entstehung eines Pneumothorax, in 1% zur Magen- oder Ösophagusperforation. In der Hälfte dieser Fälle mußte konvertiert werden, um die Perforation zu versorgen. Blutungen, die eine Transfusion benötigten, kamen in 1,1% vor, in 0,8% der Fälle mußte konvertiert werden, um die Blutung zu stillen. Milzverletzungen sind in der laparoskopischen Antirefluxchirurgie, im Gegensatz zur offenen Antirefluxchirurgie mit 8,5%, ein seltenes Problem. Für die Anzahl an 2453 Eingriffen wurde eine Gesamtkonversionsrate von 5,8% angegeben, welche jedoch bei entsprechender Erfahrung signifikant abnahm.
Unmittelbar postoperative Probleme treten eher selten auf. Am häufigsten wurde von vorübergehenden pulmonalen Beschwerden berichtet, welche in ca. 2,5% vorkommen. Sehr selten ist die Entwicklung von intraabdominellen Abszessen mit 0,08%. In Einzelfällen wurden tiefe Venenthrombosen und Pulmonalembolien beschrieben.
Die Mortalitätsrate ist im Vergleich zur offenen Chirurgie (1% Mortalität) mit 0,2% gering. Mortalitätsursachen waren Myokardinfarkt, Ösophagus- und Duodenalperforation sowie eine Dünndarmischämie aufgrund einer Mesenterialthrombose.
2. Frühzeitige postoperative Symptome
Die Dysphagie ist das häufigste postoperative Problem nach einer Nissen Fundoplikatio. Man unterscheidet dabei die frühe und vorübergehende Dysphagie mit einer Inzidenz von ca. 20% von einer Langzeitdysphagie. Außerdem können Patienten unmittelbar postoperativ über Blähungen (4%), Thoraxschmerzen (3%), Diarrhö (1%), Speichelregurgitation und Nausea (1%) klagen. All diese Symptome bedürfen grundsätzlich keiner Therapie und bessern sich normalerweise innerhalb der ersten drei Monate.
3. Langzeitergenisse
Die Langzeitdysphagie stellt das relevanteste Problem bei 5,5% der Operierten dar und tritt bei einer 360º Fundoplikatio häufiger auf als bei einer Hemifundoplikatio. 3,5% dieser Patienten müssen aufgrund ihrer Dysphagie ein oder mehrmals dilatiert werden. In 0,9% der Fälle ist eine Reoperation zur Behandlung der Dysphagie notwendig.
3,4% aller Patienten leiden postoperativ an neuerlichen Refluxbeschwerden. Obwohl die Beschwerden meist nur wenig ausgeprägt und mit medikamentöser Therapie gut beherrschbar sind, müssen sich dennoch 0,7% zur Behandlung des postoperativen Refluxes einer neuerlichen chirurgischen Intervention unterziehen. Postoperativer Reflux wird von manchen Autoren nach partieller Fundoplikatio häufiger beschrieben.