Laparoskopische Antirefluxchirurgie

Antirefluxchirurgie

Obwohl bereits vor über 100 Jahren die ersten chirurgischen Eingriffe zur Beseitigung des "Sodbrennens" durchgeführt wurden gilt Rudolf Nissen seit 1956 als der Wegbereiter der modernen Antirefluxchirurgie. Eine Vielzahl verschiedener Operationstechniken zur Therapie der Refluxkrankheit sind seither mit unterschiedlichen Erfolgen durchgeführt worden.

Erst das bessere Verständnis für die gastroösophageale Refluxerkrankung, der ihr zugrundeliegenden Pathophysiologie und die Entwicklung der laparoskopischen Technik brachten einen Aufschwung in der Antirefluxchriurgie.

Das Einzigartige an der Antirefluxchirurgie ist die Wiederherstellung einer veränderten Physiologie. 

Kenntnisse über die Pathophysiologie der Refluxerkrankung sind für den Chirurgen daher besonders wichtig. 

Die heute am häufigsten angewendeten Techniken sind die laparoskopische Fundoplikatio nach Nissen (modifziert nach Donahue) und nach Toupet. In Ausnahmefällen kann ein thorakoskopischer Zugriff (Belsey-Mark IV) oder eine Collis Gastroplastik bei zu kurzem Ösophagus notwendig sein.